Die sogenannte risikoadjustierte Wiedereintrittsrate zeigt, wie oft PatientInnen nach einem Spitalaustritt unerwartet wieder ins Spital müssen. Vereinfacht wird sie auch als "Rückfallrate" bezeichnet. Im Jahr 2023 zeigen sich dabei teils grosse Unterschiede zwischen den Spitälern.
Positiv fällt auf, dass 44 der 171 beobachteten Spitäler signifikant weniger Rückfälle verzeichnen als der Schweizer Durchschnitt. Demgegenüber stehen 26 Spitäler mit überdurchschnittlich vielen Wiedereintritten.
Wie schon in den Vorjahren schneiden die Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG) besonders gut ab – ihre risikoadjustierte Wiedereintrittsrate liegt bei nur 5,0% innerhalb eines Monats nach Austritt, deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 6,1%. Die anderen vier Universitätsspitäler (Bern, Zürich, Basel und Lausanne) liegen hingegen erneut signifikant über dem Durchschnitt, am höchsten das Universitätsspital Basel (USB) mit 6,9%.
Die niedrigste Wiedereintrittsrate (1,9%) weist die Klinik Barmelweid auf – allerdings bei einer kleinen Fallzahl. Die Messmethodik des ANQ scheint Reha- und Spezialkliniken – trotz Risikoadjustierung – leicht zu bevorzugen. Das sollte bei der Interpretation berücksichtigt werden.
Seit 2018 veröffentlicht der ANQ Daten zur Häufigkeit von Rehospitalisationen - leider nur für die Spitäler der Akutsomatik. Im Jahr 2021 hat er die Methodik verbessert und bezeichnet die Kennzahl nun als "ungeplante Rehospitalisationen". Dieser Messwert zeigt, wie oft PatientInnen nach einer Spitalbehandlung erneut ins Spital zurückkehren müssen.
Ein Spitalaufenthalt ist für PatientInnen belastend und kann mit hohen Kosten verbunden sein. Eine niedrige Wiedereintrittsrate bedeutet, dass die Behandlung im Spital erfolgreich war und die PatientInnen schneller wieder gesund werden.