Für Kaiserschnitten liegen für die aktuelle Periode aussagekräftige risikoadjustierte Infektionsraten von 25 Schweizer Spitälern vor. In diesen Spitälern konnten 5'987 PatientInnen überwacht werden. Die durchschnittliche Spitalinfektionsrate bei Kaiserschnitten beträgt 2,7%.
Die tiefste risikoadjustierte Infektionsrate bei Kaiserschnitten weist das Spital Visp (Hôpital du Valais / Spital Wallis) auf (0,0% Spitalinfektionsfälle).
Folgende 3 Spitäler / Kliniken haben bei Kaiserschnitten signifikant besser abgeschnitten (d.h. tiefere Infektionsraten):
6 Spitäler / Kliniken haben bei Kaiserschnitten signifikant schlechtere Werte (d.h. höhere Infektionsraten). Die höchste in einer Klinik beobachtete Infektionsrate bei Kaiserschnitten betrug 6,6%.
Die Rate an Kaiserschnitten (Sectio) ist in der Schweiz im internationalen Vergleich hoch. Während der Eingriff bei medizinischer Notwendigkeit lebensrettend für Mutter und Kind ist, wird die Zunahme elektiver Kaiserschnitte (Wunschkaiserschnitt) kontrovers diskutiert. Vorteile sind die Planbarkeit und das Vermeiden bestimmter Geburtsverletzungen. Dem stehen Risiken wie längere Erholungszeiten, Wundinfektionen sowie mögliche Komplikationen bei Folgeschwangerschaften gegenüber. Für das Neugeborene besteht ein leicht erhöhtes Risiko für vorübergehende Atemanpassungsstörungen. Mehr Informationen finden Sie hier. In der Schweiz verfügen fast alle Geburtskliniken über sehr grosse Erfahrung mit diesem Routineeingriff.
Gemessen als Verhältnis zwischen erwarteter und beobachteter Anzahl von Infektionen nach bestimmten Operationen in einem Spital. Infektionen können vom Spital mit konsequenter Desinfektion, Antibiotikaprophylaxe und weiteren Massnahmen wirksam reduziert werden. Beachten Sie auch unsere Übersicht über die Infektionsraten in verschiedenen Kantonen.