Für Hysterektomien liegen für die aktuelle Periode aussagekräftige risikoadjustierte Infektionsraten von 8 Schweizer Spitälern vor. In diesen Spitälern konnten 1'223 PatientInnen überwacht werden. Die durchschnittliche Spitalinfektionsrate bei Hysterektomien beträgt 2,9%.
Die tiefste risikoadjustierte Infektionsrate bei Hysterektomien weist das See-Spital (Standort Horgen) auf (1,9% Spitalinfektionsfälle).
Ein Spital hat bei Hysterektomien signifikant schlechter abgeschnitten (d.h. höhere Infektionsraten). Die höchste in einer Klinik beobachtete Infektionsrate bei Hysterektomien betrug 6,0%.
Die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) ist ein häufiger gynäkologischer Eingriff. Da bei gutartigen Befunden (wie Myomen oder Blutungsstörungen) oft organerhaltende Alternativen bestehen, wird die Häufigkeit dieser Operation kritisch diskutiert. Neben allgemeinen Risiken sind auch mögliche hormonelle oder psychische Folgen zu bedenken. Wir empfehlen daher dringend, vor dem Eingriff eine unabhängige Zweitmeinung einzuholen. Heute wird die Operation meist minimal-invasiv (laparoskopisch) oder vaginal durchgeführt, was die Heilung beschleunigt. Ein Bauchschnitt ist nur noch in Ausnahmefällen nötig.
Gemessen als Verhältnis zwischen erwarteter und beobachteter Anzahl von Infektionen nach bestimmten Operationen in einem Spital. Infektionen können vom Spital mit konsequenter Desinfektion, Antibiotikaprophylaxe und weiteren Massnahmen wirksam reduziert werden. Beachten Sie auch unsere Übersicht über die Infektionsraten in verschiedenen Kantonen.