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Knie-Endoprothese (künstliches Kniegelenk), Infektionsrate

Für Knie-Endoprothesen liegen für die aktuelle Periode aussagekräftige risikoadjustierte Infektionsraten von 8 Schweizer Spitälern vor. In diesen Spitälern konnten 3'869 PatientInnen überwacht werden. Die durchschnittliche Spitalinfektionsrate bei Knie-Endoprothesen beträgt 0,4%.

Die tiefste risikoadjustierte Infektionsrate bei Knie-Endoprothesen weist die Schulthess Klinik, Zürich auf (0,1% Spitalinfektionsfälle).

3 Spitäler / Kliniken haben bei Knie-Endoprothesen signifikant schlechtere Werte (d.h. höhere Infektionsraten). Folgende 2 Spitäler / Kliniken haben sogar hochsignifikant schlechtere Resultate bei Knie-Endoprothesen:

Die höchste in einer Klinik beobachtete Infektionsrate bei Knie-Endoprothesen betrug 2,2%.

Der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks (Knietotalprothese) ist ein Standardverfahren bei fortgeschrittener Abnutzung (Gonarthrose). Da viele Schweizer Spitäler hohe Fallzahlen erreichen, besteht bei diesem Eingriff eine grosse Routine. Dennoch gilt es, den Zeitpunkt sorgfältig zu wählen und konservative Alternativen zu prüfen, da Prothesen verschleissen können. Ein ernstzunehmendes Risiko ist die postoperative Infektion. Obwohl sie sehr selten vorkommt, ist die Behandlung schwierig, da Bakterien einen Biofilm auf dem Implantat bilden können. Bei Therapieresistenz ist oft eine aufwendige Wechseloperation erforderlich (siehe Wiederoperationsraten). In diesem Vergleich werden nur tiefe Infektionen (Organ-/Hohlraum) ausgewiesen.

Siehe auch: Knieprothese Fallzahl -- Wiederoperationen

Spital-Rangliste für Knie-Endoprothese (künstliches Kniegelenk), Infektionsrate

Alle Spitäler

1. Rang: für die Schulthess Klinik, Zürich bezüglich Knie-Endoprothese, Infektionsrate.
  5,0 - Sehr gutes Ergebnis zu Knie-Endoprothese, Infektionsrate (0,1%) zur Schulthess Klinik (Skala 0-5, mehr = besser, Durchschnitt 2,5 Sterne / Punkte)
0,1% Die Schulthess Klinik hatte 1'003 PatientInnen mit Knie-Endoprothesen. Bei einem Fall bzw. 0,1% kam es zu einer Spitalinfektion.
2. Rang: für das Merian Iselin Klinik, Basel bezüglich Knie-Endoprothese, Infektionsrate.
  4,6 - Sehr gutes Ergebnis zu Knie-Endoprothese, Infektionsrate (0,1%) zum Merian Iselin Klinik (Skala 0-5, mehr = besser, Durchschnitt 2,5 Sterne / Punkte)
0,1% Das Merian Iselin Klinik hatte 916 PatientInnen mit Knie-Endoprothesen. Bei einem Fall bzw. 0,1% kam es zu einer Spitalinfektion.
3. Rang: für die Clinique Générale Ste-Anne, SMN, Fribourg bezüglich Knie-Endoprothese, Infektionsrate.
  2,2 - Durchschnittliches Ergebnis zu Knie-Endoprothese, Infektionsrate (0,6%) zur Clinique Générale Ste-Anne, SMN (Skala 0-5, mehr = besser, Durchschnitt 2,5 Sterne / Punkte)
0,6% Die Clinique Générale Ste-Anne, SMN hatte 545 PatientInnen mit Knie-Endoprothesen. Bei 3 Fällen bzw. 0,6% kam es zu einer Spitalinfektion.
4. Rang: für die Clinique CIC Montreux, Clarens bezüglich Knie-Endoprothese, Infektionsrate.
  1,8 - Leicht unterdurchschnittliches Ergebnis zu Knie-Endoprothese, Infektionsrate (1,0%) zur Clinique CIC Montreux (Skala 0-5, mehr = besser, Durchschnitt 2,5 Sterne / Punkte)
1,0% Die Clinique CIC Montreux hatte 379 PatientInnen mit Knie-Endoprothesen. Bei 4 Fällen bzw. 1,0% kam es zu einer Spitalinfektion.
5. Rang: für das Inselspital Bern (Teil der Insel Gruppe) bezüglich Knie-Endoprothese, Infektionsrate.
  0,7 - Unterdurchschnittliches Ergebnis zu Knie-Endoprothese, Infektionsrate (2,2%) zum Inselspital Bern (Skala 0-5, mehr = besser, Durchschnitt 2,5 Sterne / Punkte)
2,2% Das Inselspital Bern hatte 47 PatientInnen mit Knie-Endoprothesen. Bei einem Fall bzw. 2,2% kam es zu einer Spitalinfektion.
6. Rang: für die Hirslanden Klinik Stephanshorn, St. Gallen bezüglich Knie-Endoprothese, Infektionsrate.
  0,9 - Signifikant unterdurchschnittliches Ergebnis zu Knie-Endoprothese, Infektionsrate (1,7%) zur Hirslanden Klinik Stephanshorn (Skala 0-5, mehr = besser, Durchschnitt 2,5 Sterne / Punkte)
1,7% Die Hirslanden Klinik Stephanshorn hatte 181 PatientInnen mit Knie-Endoprothesen. Bei 3 Fällen bzw. 1,7% kam es zu einer Spitalinfektion.
7. Rang: für die Klinik Permanence (Hirslanden Bern AG) bezüglich Knie-Endoprothese, Infektionsrate.
  1,4 - Unterdurchschnittliches Ergebnis zu Knie-Endoprothese, Infektionsrate (1,3%) zur Klinik Permanence (Skala 0-5, mehr = besser, Durchschnitt 2,5 Sterne / Punkte)
1,3% Die Klinik Permanence hatte 474 PatientInnen mit Knie-Endoprothesen. Bei 6 Fällen bzw. 1,3% kam es zu einer Spitalinfektion.
8. Rang: für das Hôpital de la Providence, SMN Neuchâtel bezüglich Knie-Endoprothese, Infektionsrate.
  1,1 - Unterdurchschnittliches Ergebnis zu Knie-Endoprothese, Infektionsrate (1,6%) zum Hôpital de la Providence, SMN Neuchâtel (Skala 0-5, mehr = besser, Durchschnitt 2,5 Sterne / Punkte)
1,6% Das Hôpital de la Providence, SMN Neuchâtel hatte 324 PatientInnen mit Knie-Endoprothesen. Bei 5 Fällen bzw. 1,6% kam es zu einer Spitalinfektion.

Zur Kennzahl Knie-Endoprothese (künstliches Kniegelenk), Infektionsrate

Zum Indikator Infektionsraten (Spitalinfektionen)

Gemessen als Verhältnis zwischen erwarteter und beobachteter Anzahl von Infektionen nach bestimmten Operationen in einem Spital. Infektionen können vom Spital mit konsequenter Desinfektion, Antibiotikaprophylaxe und weiteren Massnahmen wirksam reduziert werden. Beachten Sie auch unsere Übersicht über die Infektionsraten in verschiedenen Kantonen.

Stärken:

Infektionen sind für PatientInnen riskant und mit zusätzlichem Leiden verbunden. Eine tiefe Infektionsrate gibt verlässliche Hinweise auf eine gute Spitalhygiene und qualitativ hochstehende Behandlungsabläufe. Die Infektionsraten werden vom Verein Swissnoso mit drei Zusatzmessungen risikobereinigt mehr Informationen. Diese aufwendige Form der Risikobereinigung genügt hohen wissenschaftlichen Ansprüchen.

Grenzen:

Infektionsraten sind leider nicht für alle Eingriffe verfügbar. Ob die Ergebnisse auf ähnliche Eingriffe übertragen werden können, ist unsicher. Die Infektionsraten sind zudem erst aussagekräftig, wenn ein Spital eine ausreichende Fallzahl erreicht. Insbesondere bei Eingriffen mit niedrigem Infektrisiko sind die aus statistischen Gründen benötigten Fallzahlen sehr hoch und werden nur von grossen Zentrumsspitälern erreicht. Bei kleinen Spitälern kann meist nichts ausgesagt werden (wobei kleine Fallzahlen insbesondere bei komplexen Eingriffen an sich ungünstig sind).

Die auf dieser Seite dargestellten Daten haben wir am 16.03.2026 letztmals aktualisiert.